1 Bedeutung des Record-Typs
Die Bezeichnung „AAAA“ steht für die Erweiterung des klassischen A-Records auf IPv6. Während der A-Record eine 32-Bit-IPv4-Adresse enthält, speichert der AAAA-Record eine 128-Bit-IPv6-Adresse.
Der Name ergibt sich nicht aus einer Abkürzung, sondern aus der logischen Fortführung des A-Records für einen deutlich größeren Adressraum.
2 Geschichte
Der AAAA-Record wurde im Zuge der Entwicklung von IPv6 eingeführt und ist seit Ende der 1990er-Jahre Bestandteil des DNS-Standards. Ziel war es, DNS für den langfristigen Ersatz von IPv4 vorzubereiten und die Namensauflösung für IPv6 zu ermöglichen.
3 Nutzen und Zweck
AAAA-Records sind notwendig, um Dienste über IPv6 erreichbar zu machen. Moderne Betriebssysteme und Netzwerke bevorzugen IPv6 automatisch, sofern entsprechende DNS-Einträge vorhanden sind.
In der Praxis werden AAAA-Records parallel zu A-Records eingesetzt, um Dual-Stack-Betrieb zu ermöglichen.
4 Funktionsweise
Ein AAAA-Record verknüpft einen Hostnamen direkt mit einer IPv6-Adresse. Bei einer DNS-Abfrage liefert der Nameserver diese Adresse zurück, woraufhin der Client die Verbindung über IPv6 aufbaut.
Sind sowohl A- als auch AAAA-Records vorhanden, entscheidet der Client selbst, welches Protokoll verwendet wird.
5 Beispiel
beispiel-example.de → 2001:db8::1234
6 Fazit
Der AAAA-Record ist der logische Nachfolger des A-Records und essenziell für IPv6. Er ist technisch notwendig, aber nur dann sinnvoll, wenn IPv6 auch korrekt betrieben wird.